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Union vs. Non-Union: Was internationale Auftraggeber wissen müssen

Das US-Filmgewerkschaftssystem ist für deutsche Auftraggeber oft unklar. Hier eine knappe Erklärung der wichtigsten Unterschiede zwischen Union- und Non-Union-Crews.

Was ist IATSE?

IATSE (International Alliance of Theatrical Stage Employees) ist die US-Gewerkschaft für Film- und TV-Crew. Sie ist in Locals organisiert — Local 600 etwa vertritt Kameraleute (International Cinematographers Guild). Andere Locals decken Beleuchtung, Ton, Set-Bau, Kostüm und Maske ab.

Im Gegensatz zum deutschen System (verdi/BFFS) verhandelt IATSE bindende Tarifverträge mit den großen Studios und Produktionsfirmen. Wer eine Union-Crew bucht, ist an diese Tarife und Arbeitsregeln gebunden.

Union vs. Non-Union im Vergleich

MerkmalUnion (IATSE)Non-Union
MindestlohnPer IATSE-Tarifvertrag festgelegtMarktpreis (verhandelbar)
ArbeitszeitenStrenge 8/10/12-Stunden-Regelung mit ZuschlägenFlexibel verhandelbar
VersicherungÜber IATSE-TrustÜber Arbeitgeber (Go To Team)
Crew-PoolLokale IATSE-Locals (z. B. Local 600 für Kameraleute)Bundesweit verfügbar in 50+ Märkten
Typische Kosten20–40 % Aufschlag inkl. Pension/Health-BeiträgeStandard-Tagesraten
Geeignet fürGroßproduktionen, Spielfilme, EpisodicsENG, Reportagen, Dokumentationen, Werbung

Was empfehlen wir internationalen Auftraggebern?

Für die meisten DACH-Aufträge — Reportagen, Dokumentationen, Korrespondenten-Arbeit, Interview-Setups, Imagefilme, Live-Schalten — ist eine Non-Union-Crewdie richtige Wahl: flexibler, kostengünstiger, in mehr Märkten verfügbar.

Wer einen narrativen Kinofilm oder eine Streaming-Serie in den USA dreht, kommt an einer Union-Crew oft nicht vorbei — die Studios verlangen es vertraglich. Wir vermitteln auch Union-Crews und beraten zur Tarifstruktur.

Im Zweifel: rufen Sie uns an. Wir kennen die Anforderungen Ihres Projekts nach 5 Minuten Gespräch.

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Unsicher, welche Crew-Variante für Ihre Produktion passt? Wir beraten Sie kostenfrei.